Stumme Zeugen der Geschichte

                                                               

 

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Die drei Steine, welche sich auf dem Kirchhof befinden, sind wahrscheinlich drei Kopfabdeckungen des alten Kreuzweg auf dem Kirchhof. Man hat diese wohl dort - aus dem Schutt heraus - verbaut um diese der Nachwelt zu erhalten.

 

 

 

Auf dem Bild erkennt man die Stationen des Kreuzweg, mit Ihren spitzen Kopfabdeckungen.

 

 

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1994 wurde bei Renovierunngsarbeiten eines ehemaligen Gehöft in der Straße " Im Dümpel 1, ( Bei " Beyh'se Philipp ) " an einem bis Dato verkleideten Trägerdeckenbalken im Erdgeschoss eine Flaschenpost gefunden     ( Ich war seinerzeit anwesend ). Das Haus wurde im Krieg von einer Granate getroffen. Am 17. April 1947 - also vermutlich 2,5 Jahre nach dem Granattreffer - wurde der Schaden behoben. Die Flaschenpost richtet sich als Gruß an die " späteren Generationen ". Danke an die Handwerker Lambert & Wilhelm Weinberg, Franz Neulen und Willi Ross. Euer Gruß ist nun dankend und sehr respektvoll im Jahr 2017 angekommen, und wird nun eurem Wunsch entsprechend, an die späteren Generationen weitergeleitet.

 

 

 

 

Vorderseite   -   " An die spätere Generation. Im Kriegsjahr 1947 (?) wurde dieser Balken erneuert. Der Balken wurde durch Granatbeschuss schwer getroffen. Er wurde ausgebessert von den Stukateuren Lambert & Wilhelm Weinberg. Hilfsarbeiter Franz Neulen. Am 17 April 1947 "

 

 

 

 

Rückseite   -    " An die spätere Generation !!! Lichtkonstruktion legte Willi Ross "

 

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Im Jahr 1525 verstarb der Aldenhovener Prieser Mattheus von Pützdorf, der sich sozial engagiert hat und Pristerschülern Latein unterrichtet hat. Er wurde 1525 in der Alten Pfarrkirche bestattet. Während oder nach dem Krieg und der Zerstörung der Kirche durch die Alliierten ( Mittelschiff ) sowie einem Sprengtrupp der Wehrmacht ( oberer Turm ) wurde seine Grabplatte gefunden und in Sicherheit gebracht. Die Grabplatte wurde in der neuen Kirche, im seitlichen Altaraufgang verbaut. Die Grabplatte soll seinerzeit in Belgien gefertigt worden sein. Eine sehr aufwendig gefertigte Arbeit, die wohl schon einiges erlebt hat.

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Ein Grabstein der alten Pfarrkirche . Dieser wurde in das Mauerwerk der neuen Pfarrkirche eingelassen . Die Inschrift lautet : " URSPRÜNGLICH IN DER KIRCHE LIEGEND , WURDE DIESER GRABSTEIN 1914 HIER ERNEUT AUF GERICHTET " . Die Original Inschrift ist leider nicht bekannt .

 

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Das Merzbachbett am Ortsrand in Richtung Engelsdorf . Die Stufenförmige Beschaffenheit der Wiese basiert auf eine Kiesgrube , welche in einer Französischen Militärkarte von 1802 verzeichnet ist .

 

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Der Grabstein des ehemaligen Bürgermeisters Emundts auf dem Kirchhof trägt die folgende Inschrift :                                                                  

ZUM  FROMMEN  ANDENKEN  AN  DEN  WOHLGEBORN  HERRN  TILMAN  JOSEPH  EMUNDTS ,  BÜRGERMEISTER  DIESER  GEMEINDE  U. FRÜHER  AMTSVERWALTER  DES  JÜLISCHEN  AMTES  ALDENHOVEN . GESTORBEN  AM 4TEN  MAI  1839  IM  85TEN  LEBENSJAHRE  UND  DESSEN  EHEGATTIN , DER  WOHLGEBORENEN  FRAU  ANNA  CATHARINA  PLAUM , GESTORBEN  AM 23TEN  FEBRUAR  1825  IM  56TEN  LEBENSJAHRE  UND  DEM  38TEN  IHRER  GLÜCKLICHSTEN  EHE . SIE  RUHEN  IM  FRIEDEN

 

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Man kann im Umfeld der neuen Pfarrkirche mehrere Grabkreuze aus der Zeit der Alten Pfarrkirche ausmachen . Wir versuchen über deren Herkunft und Bedeutung Klarheit zu gewinnen .

 

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" Zum Güldenen Birnbaum " in der Alten Turmstraße , zwischen den Häusern 47 & 49 . Vor über 350 Jahren befand sich in Aldenhoven - an der Postkutschen Verbindung Köln-Aachen - mehrere Herbergen für die Reisenden und die Fuhrleute . Dieses hier war die Gaststätte " Zum Güldenen Birnbaum " , welche zusammenhängend aus den heutigen Häusern 47,49 und 51 bestand . Der Stein ist der Schlußstein der damaligen Toreinfahrt . Der Gasthof wird in dokumentierten Reiseberichten von 1661 und 1836 erwähnt . Die Reisedauer mit der Postkutsche von Köln nach Aachen betrug 1661 ca.1,5 Tage , also nur geringfügig länger als heutzutage mit der Bahn...

 

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Auf dem Kirchhof, die Wegbefestigung zu den einzelnen Kreuzwegstationen. Das wurde wohl damals mit den vorhandenen Mitteln gefertigt. Da wäre es ja interessant zu wissen wo die Steine ursprünglich verbaut gewesen sind. Die könnte man ja der alten Kirche zuordnen. Es ist auch nicht auszuschließen das dort Bruch-Grabsteine verbaut wurden, da damals der Friedhof um die Kirche angelegt gewesen ist.

 

 

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Am Wehrgang , die Reste einer Mauer . Aufgrund der Beschaffenheit der Mauer kann man von einem sehr alten Bauwerk ausgehen .

 

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Die Mittelwand des Bergbaumuseum , der ehemaligen Klosterkirche der Kapuzinerpatres . An dem Balken soll der ursprüngliche Altar befestigt gewesen sein , der nach der Auflösung des Klosters 1797 durch die Franzosen versteigert worden ist . Gut zu erkennen sind die vermauerten Rundbögen .

 

 

 

Das ist der Barock Altar , welcher von 1718 bis 1797 in der Aldenhovener Klosterkirche ( Haus Vaahsen ) gestanden hat . Heute befindet sich in der ehemaligen Kirche der Schankraum des Bergbaumuseum . Der Altar wurde 1797 versteigert , und ist über Umwege nach Eschweiler-Hehlrath gelangt , wo er bis heute zu besichtigen ist .