Aldenhovener Unterwelten

 

 

 

In Aldenhoven hat es viele unterirdische Verknüpfungen gegeben . Wir möchten einen Teil davon nachweisen , bestenfalls sichtbar machen und eine Karte davon anfertigen . Folgend werden wir hier die Ergebnisse unserer Keller Besichtigungen zeigen . 

 

 

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

 

Wir waren am Kapellenplatz in zweien der älteren Hauptkeller des Kapuzinerkloster . Sehr interessant , vor allem die verschiedenen Bauabschnitte . Dieser Keller führt am Ende nach einer Unterbrechung weiter .

 

 

 

 

Hier eine Aufnahme , von der gegenüberliegenden Seite aufgenommen

 

 

In der Ecke eines mittig gelegenen Raum sieht man den ursprünglichen Laufgang des Kellers , der zugemauert wurde , während man auf der anderen Seite die Durchbrüche angelegt hat . Die Gewölbenischen links geben uns Rätsel auf . Über dieser Stelle befand sich einst eine Bäckerei , aber um diese Nischen als Öfen einzustufen , fehlt es an Russ , Zu und Ablufteinrichtungen .

 

 

Eine Mauernische , deren Bedeutung uns noch ein Rätsel ist . Die Nische ist an der Straßenseite  ( Richtung Kirche ) . Von hier aus müssen zwei Gänge abgeführt worden sein , vielleicht ist das das Oberteil eines Gang . Das Bodenniveau im Ursprung ist stellenweise fraglich .

 

 

Wir haben ein Loch für die Endoskop Kamera gebohrt . Hinter der Mauer sind Hohlräume sowie lockerer Boden auszumachen .

 

 

In dem ersten Teil des ersten Keller wurden Steinplatten als Boden verbaut . Diese Steinplatten sind verziert und tragen teilweise Buchstaben und Zahlen . Wir sind uns sicher , das diese Platten hier nachträglich verbaut wurden . Es ist nicht auszuschließen , das das ein Teil des Boden der alten Pfarrkirche ist , welche 1944 den Kriegsereignissen zum Opfer gefallen ist .

 

 

 

Gut zu erkennen ist die Musterung am Rand

 

Dieser Teil der Aussenwand muss deutlich älter sein als der Rest des Keller . Eine solche unregelmäßige Mauerungsart haben wir noch nicht gesehen . Das läßt die Vermutung zu , das hier bereits vor der Erweiterung des Kloster mal ein Gebäude gestanden hat , dessen Keller man in die Baumaßnahme mit einbezogen hat . Das war damals typisch , der erste Teil des Kloster - das heutige Cafe Anno - steht auf dem Keller eines alten Gehöft von 1574 . Die Struktur dieser Mauer sucht seinesgleichen .

 

 

Der nachträglich geschaffene Durchbruch ist uns ein Rätsel . Diese ehemalige Außenwand hat eine Stärke von 1,40 ( ! ) Meter . Warum man diese festungsähnliche Wandstärke erbaut hat , können wir noch nicht erkennen .

 

 

In einem der mittleren Räumen steht diese Mauerecke . Hier wurde ja nachträglich mit viel Aufwand etwas zugemauert . Da suchen wir im Moment nach Antworten .

 

 

Hier der Zugang des zweiten , vom ersten Keller getrennten Keller . Die Beschaffenheit des Boden und der rechten Außenwand lassen auf einen Laufgang innerhalb der Klosteranlage schließen .

 

 

Das ist der zugemauerte Gang , welcher unter dem Bergbaumuseum beginnt . Sehr interessant sind die nachträglich gemauerten Regalbodenhalter .

 

 

Es gibt auch zwei Schlachthaken . Man kann davon ausgehen , das hier einst geschlachtet wurde , auch aus dem Grund , weil im Kloster zu Gunsten der pilgernden Wallfahrer Gastronomie betrieben wurde . Das war anfangs in dem Gebäude , in welchem heute das Cafe Anno ansäßig ist , also in unmittelbarer Nähe dieses Kellerraum . 

 

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

KW 05/18

Heute bin ich im Keller des Versicherungskontor Armin Esser im Keller der " Alten Post " in der Alten Turmstraße gewesen . Ein sehr interessanter Keller , der ebenfalls deutlich älter ist als das Haus . So gibt es z.B. an der Straßenseite ein zugemauertes Kellerfenster , zu dem es aber im Keller keinen Raum gibt . Wir konnten u.a. einen unterirdischen Gang ausmachen . In einem kleinen Gewölbe-Nebenraum hat man wohl seinerzeit einen Durchbruch geschaffen und den Gang angelegt . Dieses Foto wurde aus dem eigentlichen Kellerraum gemacht , man sieht im Vordergrund den Durchbruch , dahinter folgt der Gang , welcher wohl mal hinten links weitergeführt hat . Die Betonstütze hinten rechts wurde von der Rheinbraun im Rahmen einer Bestandssicherung gefertigt .

 

 

 

Der Gang , von der anderen Seite aus gesehen , also von außerhalb in Richtung Keller .

 

 

Hier ist der nachträglich angelegte  Durchbruch . Man sieht links von der Rundung die eigentliche Kellerwand , und rechts von der Rundung den Beginn des unterirdischen Gang , der Erzählungen nach bis zum Gut Köttenich ( Köttinger Mühle ) geführt haben soll . Das ist aber fraglich .

 

 

 

Den Boden im Gang haben wir freigelegt , um mehr über seine Beschaffenheit zu erfahren .

 

 

Wir haben hinter der Außenwand des Gang nur Erdreich ausgemacht . Als wir dann mit einem längeren Bohrer Platz für die Endoskop Kamera geschaffen haben , sind wir in ca. 60 cm Entfernung wieder auf Backstein gestoßen , was wir mit der Kamera sehr gut sehen konnten . Es bleibt aber rätselhaft , warum dort Backstein auszumachen ist . Es ist grob die Richtung , wo wir den vermissten Kellerraum vermuten .

 

 

Die Straßenseite , ganz links . Man sieht ein in Blaustein eingefasstes und zugemauertes Kellerfenster . Wo ist der Raum dahinter ? Die Frage konnten wir leider noch nicht klären .

 

 

Eine Kellerecke an der Straßenseite . Hier sieht man sehr deutlich die ursprüngliche Mauerungsart aus Bruchstein . Das ist wesentlich älter als das Haus . Früher hat man , wenn Häuser zu Schaden gekommen oder abgebrannt sind , häufig auf die alten , nicht beschädigten Keller wieder draufgebaut , in der Regel mit Backstein . Da wir wissen , das man zur Zeit der Errichtung unserer Festungsanlage im Jahre +/- 1470 schon sehr präzise mit Backstein gearbeitet hat , kann man davon ausgehen , das dieser Keller wesentlich älter ist .

 

 

Eine alte Kohlenrutsche

 

 

Ein weiteres Kellerfenster

 

 

 

Ein altes , voll funktionstüchtiges Türschloß einer Kellertür .

Eine halbrunde , nachträglich gefertigte Einbuchtung im Hauptkeller . Auch hier haben wir Bohrungen vorgenommen , in der Hoffnung , hier auf den vermissten Kellerraum zu stoßen . Dem war leider nicht so . Diese Einbuchtung liegt im Lehm , im anscheinend nicht unterkellerten Bereich . Da wir wissen , das genau über dieser Stelle der Thekenbereich der Gaststätte Baumann gelegen hat , kann man nicht ausschließen , das hier Bierfässer gelagert worden und die Zapfleitung von hier aus nach oben geführt hat . Eine Öffnung nach oben haben wir ausgemacht .

 

 

Wir möchten uns ausdrücklich bei Herrn Armin Esser für sein Verständnis und die geopferte Zeit bedanken . Dadurch können wir nun endlich einen unterirdischen Gang präsentieren und haben zusätzlich weitere Erkenntnisse - den ganzen Keller betreffend - erlangt  .

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

KW 43/17

 

Ein großer Keller am Kapellenplatz . Dort befindet sich in einer Außenwand diese , zugemauerte Nische (ca.60x80 cm) . Das Abklopfen hat bestätigt , das sich dorthinter ein Hohlraum befindet . Es ist nicht auszuschließen , das es sich um einen alten Gang handelt , der zur ( alten ) Kirche geführt hat . Oder der Gang kreuzt auf jenen Gang , der vom Haus Vaahsen ( Krypta ) zur Kirche geführt hat . Da in diesem bereich kein Kanal liegt , können Restfragmente durchaus erhalten sein . Der Eigentümer hat mich eingeladen , nochmals , diesmal mit geeignetem Bohrgerät vorbeizukommen um zu sehen , was sich hinter der Abmauerung verbirgt . Ich werde dazu in die Fugen 3 Löcher bohren , zwei für Licht , und eins für die Endoskopkamera . Sollte das nicht reichen , dann muß man mal einen Stein rausnehmen .

 

 

.

KW 44/17 

 

Heute sind wir zum zweiten mal in dem Keller gewesen , diesmal mit ausreichend Werkzeug . Wir haben erst mal zwei Löcher gebohrt , für Licht sowie für die Endoscop Kamera ( Foto ) .

 

 

Wir konnten mit der Kamera einen Hohlraum sowie lockeren Bergkies ausmachen . Folglich haben wir einen Stein entfernt .

 

 

Dahinter befindet sich - wie erwartet - der Rest eines unterirdischen Gang . Dieser wurde wohl bei Erdarbeiten im oberen Bereich aufgerissen , und folglich mit Bergkies verfüllt . Dieser Gang ist mit großer Wahrscheinlichkeit nach ca.6 Metern auf den Gang gekreuzt , welcher von der Krypta des Kapuzinerkloster zur alten Kirche geführt hat ( Klostergang Foto weiter unten ) .

 

 

 

Das Foto zeigt die rechte Seitenwand und einen Teil der Decke .

 

 

Zur besseren Orientierung , wir haben den oberen , linken Stein entfernt . Zudem lassen die Seitenstrukturen oberhalb des Bodens darauf schließen , das die Öffnung im Ursprung bis zum Boden gereicht hat . Dadurch kann man davon ausgehen , das sofort hinter der Öffnung eine kleine Treppe hinab geführt hat .

 

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

 

 

KW 18/2017   Ein Gewölbekeller in der Markfestestraße , unter einem ehemaligen Gehöft . Der Keller besteht aus einem kleinerem und einem größeren Raum . Deutlich zu sehen sind die verschiedenen Bauabschnitte und Erweiterungen verschiedener Bauepochen . Das Haus ist von 1725 , der Keller ist wesentlich älter . Auf dem Foto sieht man im Hintergrund eine Seiten - Außenwand , dort wurde eine Tür zugemauert . Da werden wir mal ein paar Steine entfernen um zu sehen was sich dorthinter befindet , Türen in Keller-Außenwänden sind ja eher untypisch . Das spricht ja schon für einen Zugang eines unterirdischen Gang , da sich dahinter kein Keller befindet .

 

 

Auf der anderen Seite des Keller , ein zugemauerter Durchgang zum Nachbarhaus . Auf dem Bild ist leider nicht zu sehen wie die Decke des Durchgang mit dem Gewölbe verbunden ist .

 

 

 

Die Rückwand des größeren Kellerraums . Gut zu sehen ist der Bogenartige Abschluss , der in verschiedenen Weisen zugemauert worden ist . Es fragt sich nur warum ?

 

 

 

Der große Raum , man sieht die Straßenseite . Gut zu erkennen sind die verschiedenen Mauerungsarten sowie die vermutlichen 2 Madonnennischen .

 

 

.

 

KW 20/2018  Wir waren erneut in diesem Keller, um mal hinter die zugemauerte Tür zu schauen. Das war gar nicht so einfach , da dahinter Schutt oder Unrat abgelegt sein muss . Wir werden bei Gelegenheit mal einen Stein entfernen , um uns ein besseres Bild machen z können .

 

 

 

KW 20/2018  Wir konnten mit der Kamera einen Hohlraum ausmachen , jedoch bekommem wir keine neuen Erkenntnisse , wenn wir die Mauer nicht öffnen .

 

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

 

Die Gruft unter der alten Klosterkirche des Kapuzinerkloster , das heutige Bergbaumuseum . Geradeaus ist der Zugang eines unterirdischen Gang , der aber unter Berücksichtigung der Totenruhe verschlossen wurde . Man vermutet dort weitere Gräber der Kapuziner Patres . Der Gang endet folglich nach ein paar Metern mit einer Treppe . Das der ehemalige Gang , der unter dem heutigen Schützenkeller abging , der Richtung nach jener Gang gewesen sein kann der zur Amtswiese führt , kann man nicht ausschließen , das dieser Gang hier jener ist , der zum Keller unter der Polizei geführt hat , und von dort aus zur alten Kirche geführt hat .

.

.

 

Bei der Restaurierung der Gruft wurden mehrere Gräber freigelegt , man geht von bestatteten Patres aus . Ich bin da aber anderer Meinung , da man zum einen die Patres wohl kaum unwürdig im Boden eines Laufgang bestattet hätte , zum anderen weisen die gefundenen Schädel starke Schädelfrakturen auf , die bei einem Schädel sogar sichtbar durch ein Schwert herbeigeführt sein müssen . Augenscheinlich sind die Herren hier auf dem Gruppenfoto durch massive Gewalteinwirkung ums Leben gekommen , und wurden unter dem Laufgang regelrecht verscharrt . Die Patres hätte man wohl würdiger bestattet , in einer Gruft , ähnlich wie in/ unter der Siersdorfer Kirche .

 

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

 

 

Ein Keller in direkter Turmnähe , der Keller besteht aus 4 Gewölbekellern . Es sind deutlich die verschiedenen Bauabschnitte zu erkennen . Dies ist der nachträglich gebaute Durchgang in den vorderen , später errichteten Kellerraum . Man kann davon ausgehen das dieser Durchgang ursprünglich ein unterirdischer Ausgang gewesen ist , der nachträglich in die Kellerwand gebrochen wurde .

 

 

Der offensichtlich erste Kellerraum , der deutlich älter ist als das Haus , welches  1741 auf den wohl bestehenden Keller errichtet wurde . Man erkennt sehr gut die grobe untere Mauerungsart , welche nicht aus Backstein ist . Das Gewölbe aus Backstein muss später aufgemauert worden sein . Man kann sehr gut die schwarze Russfärbung auf der unteren , ursprünglichen Kellermauer sehen . Anscheinend ist das Haus mal bis auf die Grundmauern abgebrannt , und wurde folglich auf den bestehenden Keller neu errichtet  .

 

 

 

Der wohl damals typische Durchgang zum Nachbarhaus .

.

.

.

 

Wir konnten in den Außenwänden erstaunlicher Weise auf den ersten Blick keine zugemauerten Zugänge ausmachen . Also haben wir im Boden Ungleichheiten gesucht . In der Ecke einer Außenwand entdeckten wir eine dünne Lehmschicht - auf Steinboden . Wir haben diese Stelle abgeklopft , und konnten akustisch einen Hohlraum unter dieser Ecke ausmachen . Mangels geeignetem Gerät werden wir dort später mal nachsehen . Dort könnte ein verschlossener Abgang auszumachen sein .

.

 

 

Abklopfen und eingrenzen des Hohlraum im Boden . Sollte hier ein Zugang gewesen sein , so müsste dieser - erst mal - nach unten führen . Wir werden sehen...

.

 

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

 

Ein Gewölbekeller , Im Dümpel . Das Haus ist ca. 350 Jahre alt , der Keller weißt ältere Bauabschnitte auf . Im Lehmboden wurde Mauerwerk ausgemacht . Alten Erzählungen nach soll sich an dieser Stelle einmal eine Kapelle befunden haben .

.

 

 

 

Gut zu erkenen ist im Boden eine Brandschicht

.

 

 

Die Mauer , die einem Bogen ähnelt und ca. 25 cm dick ist im Profil . Eingefasst in Bergkies und vom Brandruß gezeichnet .

.

 

 

Der Ursprung sowie die Bedeutung der Mauer bleibt rätselhaft .

 

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

.

 

 

 

Für die Kellerbesichtigungen haben wir einen sehr hilfreichen Materialkoffer zusammengestellt , der u.a. eine 90 cm lange Endoskop Kamera , PMR Funk , viel Beleuchtung , einen CO2 Melder , diverses Werkzeug sowie Ersatzakkus usw. beinhaltet  .