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Zur Zeit befassen wir uns u.a. mit dem Schleusenturm im Römerpark.....ok , der Reihe nach . Die letzte Festungsanlage , die ca. 1470 unter der Aufsicht des Burggrafen erbaut wurde , umschloss nur einen Teil Aldenhovens und nicht den ganzen Ort . Der besiedelte Bereich um die heutige Pfarrkirche lag außerhalb der Festungsanlage , was mit verschiedenen Zuständigkeiten begründet wird . Das Gemarkung um die Pfarrkirche unterlag dem Kölner Domstift , der Ortskern innerhalb der Festungsanlage dem Herzog von Jülich . Die Festungsanlage bestand aus 8 Türmen und 3 Wehren . Die halbrunden Mauerwehren waren das Eckwehr ( Jülicherstraße ) , das Engelswehr ( Gerberstraße ) sowie das Kommwehr ( Auf der Komm ) . Die Türme waren das Aachener Tor bestehend aus zwei Türmen ( Alte Turmstraße ) , der Wallturm ( Auf dem Wall ) , der Arkenturm als Wasserauslass des Merzbach ( An der Bleiche , Merzbach ) , die Jülicher Pforte als doppelter Wohnturm ( Markfeste / Jülicherstraße ) , der Tümpelturm ( Verlängerung der Straße Im Dümpel / Pützdorferstraße ) , der Schleusenturm als Wassereinlass ( auf dem Merzbach im Römerpark / Radweg ) sowie der Westturm , dessen verfallenen und bewachsenen Reste in den 60érn vielen noch als Doktorsberg bekannt sind  ( Im Graben ) . Der Schleusenturm befindet sich im Römerpark , an der Stelle wo der Merzbach den Radweg auf der alten Bahntrasse kreuzt . Der Schleusenturm konnte damals bei drohender Gefahr verschlossen werden und den um die Festungsanlage verlaufenden Wall in ca. 24 Stunden mit Wasser füllen . Als man 1870 die Bahntrasse gebaut hat , stand der Turm im Weg . Man hat dann einfach den Bahndamm um und auf den Schleusenturm angefüllt , man hat den Turm regelrecht eingegraben , was zu jener Zeit einfacher war als der Abriss des Turm , der im unteren bereich eine Wandstärke von mehr als 3 Metern haben muss . Wer dort Ortskundig ist kennt die gemauerte Ecke welche seitlich vom Radweg gelegen ist . Das ist ein Obergeschoss des Schleusenturm . Das dort zu sehende Fenster ist ein West Fenster , das baugleiche Fenster konnten wir im Alten Turm in etwa gleicher Höhe nachweisen . Die Maße des Fensters , die Mauerungsart , die Steingröße , die beschaffenheit der Steine , die Anordnung des Fensters sowie die Fugenstärke lassen darauf schließen . Das bedeutet das Aldenhoven nicht nur einen Alten Turm besitzt sondern 2 Alte Türme . Eingegraben hat der Schleusenturm Zeit , Kriege sowie das Abtragen durch die Bevölkerung überdauert . Man müsste den Turm halt freilegen und den Radweg dort an dem Turm vorbeiführen , dann hätte Aldenhoven eine weitere Sehenswürdigkeit - einen weiteren ca. 6 Meter hohen Turm unserer Festungsanlage , den man 1870 eingegraben hat . Nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister und einem Ortstermin kann man dem aber aus finanziellen Gründen nicht nachkommen . Nun versuchen wir an anderer Stelle öffentliches Interesse zu wecken . Das Ziel ist klar , der Schleusenturm muss wieder an " die frische Luft " . 

 

 

 

Schleusenturm im Römerpark , das Bild wurde im inneren gemacht und zeigt das Westfenster . 

 

 

Blick aus dem Fenster . Man schaut im Prinzip von innen nach außen , in Richtung Schleiden . Unterhalb der Wurzel haben wir die Fensterbank ausgemacht . Alle gemessenen Werte sind absolut identisch mit dem Westfenster im Alten Turm . 

 

 

Hier zum Vergleich das Westfenster im Alten Turm . 

 

 

Rechts geht die Innenwand weiter . 

 

 

Die Außenseite . 

 

 

 

2017 . Jetzt steht der 2. " Alte Turm " , der Schleusenturm seit 147 Jahren eingegraben über dem Merzbach und streckt hilfesuchend sein Obergeschoß in den Himmel......Es muss doch langfristig möglich sein dieses Denkmal wieder " an die frische Luft " zu holen und stolz und würdig darzustellen .

 

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Die Rathauswiese mit Ihrer unverkennbaren " Delle " . Dieser Erdeinbruch basiert auf einen Luftschutzstollen , den Aldenhovener Bergleute dort in den Kriegsjahren verstärkt haben . Verstärkt deshalb , weil davon auszugehen ist das der Ursprung dieses Schutzraums der Ausgang des unterirdischen ( Not ) Gang gewesen ist , der vom Kapuzinerkloster zur Festungsanlage geführt hat . Durch einen Zeitzeugen ist bekannt , das bevor der Schutzraum errichtet wurde an dieser Stelle ein Backsteinaufgang " von unten " gewesen ist , der mit einer Tür gesichert war . Zudem war dieser Stollen schmal und länglich gehalten . Der Gang war ein Notausgang der Kapuzinerpatres und begann im Kloster unter dem heutigen Schützenkeller . Die Patres konnten bei Gefahr - das Kloster lag ja außerhalb der Festungsanlage - den Gang von innen verschließen und die Flucht in Richtung Festungsanlage aufnehmen und den Gang an der auf dem Bild zu sehenden Stelle verlassen und innerhalb der Festungsanlage Schutz suchen . Dieser Gang wurde von den Bergleuten dann in den Kriegsjahren verstärkt, den Strom für die Notbeleuchtung lieferte das Wasserwerk mittels einer Verlängerungsschnur . Man bedenke das der Ausgang des unterirdischen Gang ursprünglich direkt vor dem damals dort stehenden West-Turm der Festungsanlage herausgeführt wurde . In dem Klostergang bin ich als Jugendlicher häufig gewesen , der Zugang des Gang war in dem 2. Keller , also genau unterhalb des heutigen Schützenkeller . Man konnte damals ca. 30 Meter in den Gang hineingehen , dort war er dann ca. 50cm verfallen so das ein weitergehen zu gefährlich gewesen ist  . In dem Raum davor waren die Gräber der Kloster-Kleriker , ein verfallener Brunnen , ein paar alte Gebetsbänke , leere handgefertigte Weinflaschen sowie ein paar leere Munitionskisten der US-Army  . An der zweiflügeligen und sehr massiven Eingangstür ( Eiche ) des Gang waren beidseitig mehrere große , verrostete Eisenriegel angebracht , so das die Tür von beiden Seiten - je nach Bedarf - verschlossen werden konnte .Im Zuge von Restaurationsarbeiten in den 90'ern wurde der untere Keller bedauerlicher Weise mit Erdreich und Beton verfüllt .

 

 

 

Hier eine Karte des Luftschutzstollen , die wahrscheinlich in der Nachkriegszeit angefertig wurde aber nicht verbindlich ist . 

 

 

Die folgenden zwei Bilder wurden an gleicher Stelle aufgenommen , das Ältere am 07.12.1944 , also vor mehr als 72 Jahren . Das Video hierzu findet man in der Rubrik        " Videos "

 

 

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Die neue Treppe im Römerpark , unweit des Eingang Oellers bzw. der neuen Holzbrücke . Ein befreundeter Alt-Aldenhovener hat rechts neben der Treppe altes Mauerwerk ausgemacht  . Wir werden versuchen - nach Absprache - die Breite der Mauer zu messen . Von dieser Stelle aus könnte die Mauer zur Amtswiese verlaufen sein , zum dortigen Westturm . Verfolgt man diese Linie , dann stößt man - über den Radweg - auf die Wiese eines Gehöft , auf der deutlicht eine längliche Erhebung auszumachen ist . Auch dort werden wir versuchen mit Erlaubnis des Eigentümer mal vorsichtig unter die Grasnarbe zu schauen . 

 

 

 

 

Hier eine größere Aufnahme , unmittelbar rechts neben der Treppe .

 

 

 

Blick vom Radweg in Richtung Amtswiese - dem damaligen Standort des Westturm . Deutlich zu erkennen ist die längliche Erhebung . Die Linie zeigt in umgekehrter Richtung genau zu dem Mauerfund an der Römerpark Treppe . 

 

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Im Zuge der dringenden und bestandssichernden Restaurierungsarbeiten wurden in der Kapelle u.a. ein Teil der alten Wandbemalung sowie der ursprüngliche Blausteinboden freigelegt . 

 

 

 

 

Die Decke .

 

 

Durch den Altar verdecke Wandbemalung in der Kuppel und an der Wand .

 

 

Links der freigelegte und originale Blausteinboden . 

 

 

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