Aktuelles

 

 

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Wir haben am 03.11.2018 den "Förderverein Alt Aldenhoven e.V. " gegründet.  Die Eintragung des Verein ist für den Januar vorgesehen, die dazu benötigten Vorbereitungen sind nun abgeschlossen. Nach der Eintragung werden wir uns offiziell vorstellen, und unsere Vorhaben, Ziele und Ideen darstellen. Der am 03.11.2018 gewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen :

 

Vorsitzender :           Marcel Pohl

2. Vorsitzender :       Jürgen Faust

Geschäftsführer :     Ingo Koch

2. Geschäftsführer : Michael Nießen

Kassierer :                Willi Dickmeis

2. Kassierer :            Herbert Thom

Schriftführer :          Markus Bambynek

Beratende Beisitzer :

                                   Uwe Zimmermann

                                   Ralf Herhut

                                  Sascha Rudolf

 

Zudem konnten wir den Jülicher Fotograf Paul Wirtz als Vereinsfotografen gewinnen. Paul Wirtz begleitet seit Jahren ähnliche Projekte, und ist mit dem in Szene setzen historischer Bauten bestens vertraut.

 

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Januar 2019. Wir haben mit unserem Fotografen Paul Wirtz neue Bilder im Römerpark gefertigt. Diese belegen, das der Schleusenturm von eckiger Bauweise ist.

 

 

 

Man erkennt deutlich, das die Innenwand des Turm keine Rundung aufweist.

 

 

 

 

Man schaut von innen durch das Fenster

 

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Die Rathauswiese mit Ihrer unverkennbaren " Delle ". Dieser Erdeinbruch basiert auf einen Luftschutzstollen, den Aldenhovener Bergleute dort in den Kriegsjahren verstärkt haben. Verstärkt deshalb, weil davon auszugehen ist das der Ursprung dieses Schutzraums der Ausgang des unterirdischen ( Not ) Gang gewesen ist, der vom Kapuzinerkloster bis kurz vor die Festungsanlage geführt hat. Durch einen Zeitzeugen ist bekannt, das bevor der Schutzraum errichtet wurde an dieser Stelle ein Backsteinaufgang " von unten " gewesen ist, der mit einer Tür gesichert war. Zudem war dieser Stollen schmal und länglich gehalten. Der Gang war ein Notausgang der Kapuzinerpatres und begann im Kloster unter dem heutigen Schützenkeller und endete unmittelbar vor dem Westturm der Festungsanlage. Die Patres konnten bei Gefahr - das Kloster lag ja außerhalb der Festungsanlage - den Gang im Klosterkeller von innen verschließen, und die Flucht in Richtung Festungsanlage aufnehmen und den Gang an der auf dem Bild zu sehenden Stelle verlassen und innerhalb der Festungsanlage Schutz suchen. Dieser Gang wurde von den Bergleuten in den Kriegsjahren verstärkt, den Strom für die Notbeleuchtung lieferte das Wasserwerk mittels einem Verlängerungskabel. Man bedenke das der Ausgang des unterirdischen Gang ursprünglich direkt vor dem damals dort stehenden West-Turm der Festungsanlage herausgeführt wurde. In dem Klostergang bin ich als Jugendlicher häufig gewesen, der Zugang des Gang war in dem 2. Keller, also genau unterhalb des heutigen Schützenkeller. Man konnte damals ca. 20 Meter in den Gang hineingehen, dort war er dann ca. 50cm verfallen so das ein weitergehen zu gefährlich gewesen ist  . In dem Raum davor waren die Gräber der Kloster-Kleriker, ein verfallener Brunnen, ein paar alte Gebetsbänke, leere handgefertigte Weinflaschen sowie ein paar leere Munitionskisten der US-Army . An der zweiflügeligen und sehr massiven Eingangstür ( Eiche ) des Gang waren beidseitig mehrere große, verrostete Eisenriegel angebracht, so das die Tür von beiden Seiten - je nach Bedarf - verschlossen werden konnte. Im Zuge von Restaurationsarbeiten in den 90'ern wurde der untere Keller bedauerlicher Weise mit Erdreich und Beton verfüllt.

 

 

 

Hier eine Karte des Luftschutzstollen, die wahrscheinlich in der Nachkriegszeit angefertig wurde, aber nicht verbindlich ist. 

 

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2015 - Zur Zeit befassen wir uns u.a. mit dem Schleusenturm im Römerpark.....ok, der Reihe nach. Die letzte ( und dritte ) Festungsanlage, die ca. 1470 unter der Aufsicht des Burggrafen erbaut wurde, umschloss nur einen Teil Aldenhovens und nicht den ganzen Ort. Der besiedelte Bereich um die heutige Pfarrkirche lag außerhalb der Festungsanlage, was mit verschiedenen Zuständigkeiten begründet wird. Das Gemarkung um die Pfarrkirche - basierend auf einen fränkischen Königshof - unterlag dem Kölner Domstift, der Ortskern innerhalb der Festungsanlage dem Herzog von Jülich. Die Festungsanlage bestand aus 8 Türmen und 3 Wehren. Die halbrunden Mauerwehren waren das Eckwehr ( Jülicherstraße ), das Engelswehr ( Gerberstraße ) sowie das Kommwehr ( Auf der Komm ). Die Türme waren das Aachener Tor bestehend aus zwei Türmen ( Alte Turmstraße ), der Wallturm ( Auf dem Wall ), der Arkenturm als Wasserauslass des Merzbach ( An der Bleiche , Merzbach ), die Jülicher Pforte als doppelter Wohnturm ( Markfeste / Jülicherstraße ), der Tümpelturm ( Verlängerung der Straße Im Dümpel / Pützdorferstraße ), der Schleusenturm als Wassereinlass ( auf dem Merzbach im Römerpark / Radweg ) sowie der Westturm, dessen verfallenen und bewachsenen Reste in den 60érn vielen noch als Doktorsberg bekannt sind  ( Im Graben ). Der Schleusenturm befindet sich im Römerpark, an der Stelle, wo der Merzbach den Radweg auf der alten Bahntrasse kreuzt. Der Schleusenturm konnte damals bei drohender Gefahr verschlossen werden, und den um die Festungsanlage verlaufenden Wall in ca. 24 Stunden mit Wasser füllen. Als man 1870 die Bahntrasse gebaut hat, stand der Turm im Weg. Man hat dann einfach den Bahndamm um und auf den Schleusenturm angefüllt, man hat den Turm regelrecht eingegraben, was zu jener Zeit einfacher war als der Abriss des Turm, der im unteren bereich eine Wandstärke von ca. 3 Metern haben muss. Wer dort Ortskundig ist, der kennt die gemauerte Ecke welche seitlich vom Radweg gelegen ist. Das ist das erste Obergeschoss des Schleusenturm. Das dort zu sehende Fenster ist ein West Fenster, das baugleiche Fenster konnten wir im Alten Turm in etwa gleicher Höhe nachweisen. Die Maße des Fensters, die Mauerungsart, die Steingröße, die beschaffenheit der Steine, die Anordnung des Fensters sowie die Fugenstärke lassen darauf schließen. Das bedeutet, das Aldenhoven nicht nur einen Alten Turm besitzt , sondern 2 Alte Türme. Eingegraben hat der Schleusenturm Zeit, Kriege sowie das Abtragen durch die Bevölkerung überdauert. Man müsste den Turm halt freilegen, und den Radweg dort an dem Turm vorbeiführen, dann hätte Aldenhoven eine weitere Sehenswürdigkeit - einen weiteren ca. 6 Meter hohen Turm unserer Festungsanlage, den man 1870 eingegraben hat. Nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister und einem Ortstermin kann man dem aber im Moment aus finanziellen Gründen auf Kommunalebene nicht nachkommen. Nun versuchen wir an anderer Stelle öffentliches Interesse zu wecken. Das Ziel ist klar, der Schleusenturm muss wieder an " die frische Luft ". Zudem prüfen wir zur Zeit, ob die Gründung eines " Förderverein Schleusenturm Aldenhoven " förderlich ist .

 

 

 

Schleusenturm im Römerpark, das Bild wurde im inneren gemacht und zeigt das Westfenster. 

 

 

Blick aus dem Fenster. Man schaut im Prinzip von innen nach außen, in Richtung Schleiden. Unterhalb der Wurzel haben wir die Fensterbank ausgemacht. Alle gemessenen Werte sind absolut identisch mit dem Westfenster im Alten Turm. 

 

 

Hier zum Vergleich das Westfenster im Alten Turm . 

 

 

Rechts geht die Innenwand weiter . 

 

 

Die Außenseite . 

 

 

 

2017. Jetzt steht der 2. " Alte Turm " , der Schleusenturm seit 147 Jahren eingegraben über dem Merzbach und streckt hilfesuchend sein Obergeschoß in den Himmel......Es muss doch langfristig möglich sein, dieses Bauwerk wieder " an die frische Luft " zu holen, und stolz und würdig darzustellen.

 

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Die neue Treppe im Römerpark, unweit des Eingang Oellers bzw. der neuen Holzbrücke. Ein befreundeter Alt-Aldenhovener hat rechts neben der Treppe altes Mauerwerk ausgemacht. Wir werden versuchen - nach Absprache - die Breite der Mauer zu messen. Von dieser Stelle aus könnte die Mauer zur Amtswiese verlaufen sein, zum dortigen Westturm. Verfolgt man diese Linie, dann stößt man - über den Radweg - auf die Wiese eines Gehöft, auf der deutlicht eine längliche Erhebung auszumachen ist. Auch dort werden wir versuchen mit Erlaubnis des Eigentümer mal vorsichtig unter die Grasnarbe zu schauen. 

 

 

 

 

Hier eine größere Aufnahme, unmittelbar rechts neben der Treppe.

 

 

 

Blick vom Radweg in Richtung Amtswiese - dem damaligen Standort des Westturm. Deutlich zu erkennen ist die längliche Erhebung. Die Linie zeigt in umgekehrter Richtung genau zu dem Mauerfund an der Römerpark Treppe . 

 

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Im Zuge der dringenden und bestandssichernden Restaurierungsarbeiten wurden in der Kapelle u.a. ein Teil der alten Wandbemalung sowie der ursprüngliche Blausteinboden freigelegt . 

 

 

 

 

Die Decke .

 

 

Durch den Altar verdecke Wandbemalung in der Kuppel und an der Wand .

 

 

Links der freigelegte und originale Blausteinboden . 

 

 

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